Das regionale Observatorium der Alpenseen (ORLA), das sich im Château d'Annecy befindet, nimmt genauer den Turm und die "Logis Perrière" ein. Dieser Ort ist der Studie der Alpenseen gewidmet, vor allem durch verschiedene Ausstellungen: Archäologie der ersten Seestände, Aquarien von Fischen typisch für Bergseen, Modelle des Sees Annecy und seine historischen Boote, sowie traditionelle Fischereiwerkzeuge und Präsentationen auf lokalen Vögeln. Diese Elemente illustrieren die Artenvielfalt und die menschliche Geschichte, die mit Seen verbunden ist.
ORLA spielt auch eine entscheidende wissenschaftliche Rolle bei der Überwachung der Alpenseen, die großen ökologischen Herausforderungen ausgesetzt sind. Nitrat- und Phosphatverschmutzung sowie die Risiken, die mit der Beseitigung von Munition verbunden sind, bedrohen diese empfindlichen Ökosysteme. Die globale Erwärmung verschärft diese Drücke, die die Temperatur, die Höhe und die Saisonalität der Seen beeinflussen, während ihre Fauna, insbesondere Bakterien, schlecht bekannt bleibt. Das Observatorium beteiligt sich somit an Monitoring- und Sensibilisierungsprogrammen.
In Annecy Castle integriert, ein ikonisches historisches Denkmal, ist ORLA Teil eines historischen und wissenschaftlichen Ansatzes. Ständige Ausstellungen, wie das Seemodell oder Aquarien, wollen die Öffentlichkeit über aktuelle ökologische Fragen informieren. Die Website arbeitet auch mit bürgerwissenschaftlichen Initiativen zusammen, die Bewohner bei der Erhaltung dieser einzigartigen natürlichen Umgebungen einbeziehen.
Online-Ressourcen, wie Links zu Partneruniversitäten (z.B. Savoie Mont Blanc University), unterstreichen den akademischen Anker von ORLA. Dieser hybride Ort, sowohl Museum als auch Labor, spiegelt einen interdisziplinären Ansatz zum Schutz der Alpenseen wider, während er das lokale Erbe bewertet. Die Installation in einem mittelalterlichen Schloss stärkt auch den Dialog zwischen Geschichte und Umweltwissenschaften.