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Stadttheater von Sainte-Marie-aux-Mines dans le Haut-Rhin

Patrimoine classé
Patrimoine urbain
Théâtre

Stadttheater von Sainte-Marie-aux-Mines

    2 Rue Osmont
    68160 Sainte-Marie-aux-Mines
Eigentum der Gemeinde
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Théâtre municipal de Sainte-Marie-aux-Mines
Crédit photo : Ji-Elle - Sous licence Creative Commons

Timeline

XIXe siècle
Époque contemporaine
1900
2000
1906
Baubeginn
23 février 1908
Eröffnung des Theaters
1914-1918
Umwandlung in ein Militärkrankenhaus
16 juillet 1987
Historische Denkmalklassifikation
1980, 1990, 2000
Restaurierungskampagnen
Aujourd'hui
Aujourd'hui

Kulturgüter

Fassaden und Dächer, Eingangshalle, Flur im Erdgeschoss, Konzertsaal und Bühne, zwei Treppen, Korridor im ersten Stock (cad. A 2479/758): Auftragseingang vom 16. Juli 1987

Kennzahlen

Gustave Oberthür - Architekt Designer des Theaters im Neo-Louis XVI Stil.
Marie-Paul Braunagel - Maler Autor von Innen- und Buntglas Dekorationen.
Auguste Cammissar - Glasmaler Schöpfer von Glasmalerei und dekorativen Elementen.
Entrepreneur Schroth - Hersteller Leiter Externe Werke (1906-1907).

Ursprung und Geschichte

Das Stadttheater von Sainte-Marie-aux-Mines, gelegen an der 2 Osmont Street in der Haut-Rhin, wurde zwischen 1906 und 1908 vom Straßburger Architekten Gustave Oberthür in einem Neo-Louis XVI-Stil erbaut. Sie wurde am 23. Februar 1908 nach 22 Monaten Arbeit des Unternehmers Schroth von der Stadt zur Feier seines industriebezogenen Wohlstands in der Textilindustrie eingeweiht. Der erste Haushalt beläuft sich auf 170 000 DM, eine Summe, die das Ziel der Stadt widerspiegelt. Die Fassade, verziert mit Pflastern und Fronten, trägt die Namen der gravierten Handwerker: "G.Oberthür arch. / Geb.Schroth Baugeschaft".

Die Innendekoration wurde den Künstlern Marie-Paul Braunagel (Bemalung) und Auguste Cammissar (Bemalung Glas), Mitgliedern des Kreises Saint-Léonard in Straßburg anvertraut. Ihre Werke, wie die Glasmalerfenster und die goldenen Stucke der Halle, kombinieren lokale Symbole (Blasons von Ribeauvillé und Lorraine, Emblem von Bergleuten) und lyrische Motive. Das Theater wurde mit 520 Sitzen zu einem großen kulturellen Ort, bevor es während des Ersten Weltkriegs in ein Militärkrankenhaus umgewandelt wurde. Anschließende Änderungen (Auslöschung der Laterne, Schließung der Buchten für ein Kino) veränderten teilweise sein ursprüngliches Aussehen.

Das Theater, das 1987 ein historisches Denkmal erhielt, schützt seine bemerkenswerten Elemente: Fassaden, Dächer, Eingangshalle, Konzertsaal mit seinem bemalten gewölbten Balkon und schmiedeeiserne Treppe. Die Kupferleuchten, der Terrazzoboden der Halle und die Glasfenster (inner, aber von außen sichtbar) zeugen von ihrer Authentizität. Drei Restaurierungskampagnen (1980, 1990, 2000) bewahrten dieses Erbe, ein Symbol des industriellen und künstlerischen goldenen Zeitalters des Tals.

Das Gebäude illustriert auch die turbulente Geschichte des Elsass: die Waffen von Lorraine und Ribeauvillé auf dem Bühnenvorhang erinnern an seine frühere Mitgliedschaft in diesen Beschlagneuerungen, während das Emblem der Bergarbeiter die Bergbauaktivitäten des sechzehnten Jahrhunderts, die wirtschaftliche Grundlage der Region. Heute bleibt ein Gemeinschaftsgut ein architektonisches und soziales Zeugnis des ersten zwanzigsten Jahrhunderts im Großen Osten.

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