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Haus à Richelieu en Indre-et-Loire

Haus

    23 Place des Religieuses
    37120 Richelieu
Eigentum der Gemeinde

Timeline

Renaissance
Temps modernes
Révolution/Empire
XIXe siècle
Époque contemporaine
1600
1700
1800
1900
2000
20 mai 1640
Gründung des Royal College
1932
Frontschutz
Aujourd'hui
Aujourd'hui

Kulturgüter

Fassade und Dach: Inschrift durch Dekret vom 10. Juni 1932

Kennzahlen

Cardinal de Richelieu - Stadtprojektsponsor Verwandelt sein Heimatdorf in eine ideale Stadt.
Jacques Lemercier - Chefarchitekt Entwarf die Stadt und das königliche College.
Louis XIII - Gründer des Royal College Unterschrieben 1640.

Ursprung und Geschichte

Das Haus von Richelieu ist Teil eines ambitionierten Stadtprojekts von Kardinal de Richelieu, das sein Heimatdorf in eine ideale Stadt verwandeln wollte. Die Pläne wurden von dem Architekten Jacques Lemercier entworfen, der bereits für das Schloss verantwortlich war, und für ein strenges geometrisches Layout: Gräben, Rampen, monumentale Tore und symmetrische Straßen mit ausgerichteten Häusern. Dieses Projekt spiegelte die politischen und kulturellen Ambitionen des Kardinals wider, die klassische Ästhetik und militärische Funktionalität kombinieren.

Das ursprünglich als Akademie konzipierte Gebäude wurde am 20. Mai 1640 von Louis XIII offiziell als königliches College gegründet. Unter der Leitung von Architekten Jacques und Nicolas Lemercier erbaut, entwickelte es sich schnell, Studenten aus kleineren Hintergründen zu unterbringen. Die Flügel und Pavillons haben im Laufe der Jahrhunderte große Veränderungen erlebt, aber die Fassade und das Dach, geschützt seit 1932, sind immer noch Zeugen seiner prestigeträchtigen Herkunft.

Die Stadt Richelieu, mit ihrem orthogonalen Plan und seinen harmonisierten Denkmälern, illustriert die städtische Utopie des 17. Jahrhunderts: ein Raum, der sowohl rational als auch symbolisch ist, wo jedes Element – von Häusern bis zu öffentlichen Gebäuden – dazu diente, die zentrale Macht zu verherrlichen. Heute verkörpert dieses Haus im Besitz der Gemeinde sowohl das königliche Bildungserbe als auch die architektonische Kühnheit der Zeit.

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