Historisches Denkmal 16 février 1930 (≈ 1930)
Offizieller Schutz des Druidischen Altars.
Aujourd'hui
Aujourd'hui
Aujourd'hui Aujourd'hui (≈ 2025)
Position de référence.
Kennzahlen
Melanchthon - Evangelische Reformation
Die Reformation wurde dort im 16. Jahrhundert predigt.
Marchand de vin d’Ingwiller (anonyme) - Angenommene Benefactor
Geförderte Skulpturen (orale Tradition).
Ursprung und Geschichte
Der Breitenstein, oder Peter der zwölf Apostel, ist ein vier Meter roter Sandsteinblock in Meisenthal (Moselle). Sein Name, d.h. breiter Stein oder Grenzstein in Deutsch, spiegelt seine historische Rolle als Grenzsäule wider. Schon 1170 bezeugen lateinische Erwähnungen (Breidestain, Breitenstein) ihre Existenz und Texte aus dem 17. Jahrhundert als Lata Petra, die die Grenze zwischen den Herzogen von Lorraine und den Grafen von Hanau seit 1606 markiert. Der Stein trägt auch den 1609 eingravierten Lorrain-Scheiben, ein Symbol dieser territorialen Begrenzung, die heute zwischen den Abteilungen Mosel und Bas-Rhin sowie zwischen den Bischöfen Metz und Straßburg weitergeht.
Nach mündlicher Tradition geht dieser Monolith in die Druid-Ära zurück und dient zunächst als Opferstein oder Heidenaltar. Mit der Christianisierung der germanischen Regionen wurde sie im achtzehnten Jahrhundert (im Jahre 1787) einer geschnitzten Gruppe umbenannt und geschmückt: Christus am Kreuz, umgeben von der Jungfrau Maria Magdalena und den zwölf Aposteln in Relief auf seinen vier Seiten. Eine gotische Inschrift in Deutschland nennt ihre Namen. Einige Attribut diese Verschönerung einem Weinhändler von Ingwiller, in Dankbarkeit für göttliche Gunst. Der Stein, der 1930 als Historisches Denkmal eingestuft wurde, verkörpert damit die Überlagerung von Kulten, Grenzen und kollektivem Gedächtnis.
Der Breitenstein war auch ein großer Treffpunkt. Im sechzehnten Jahrhundert predigte Melanchthon, ein Schüler von Luther, dort die Reformation, um die benachbarten Dörfer in den Protestantismus umzuwandeln. Bis zum 20. Jahrhundert diente es als jährlicher Treffpunkt für Zigeuner und zog mehr als zweitausend Menschen vor dem Zweiten Weltkrieg an. Seine Geschichte spiegelt Migration, religiöse Konflikte und kulturellen Austausch in Lothringen, von der oberen römischen Germania bis hin zu feudalen und modernen Spannungen wider.
Architektonisch verbindet der Stein prähistorische Elemente (sein vermeintlicher Ursprung), mittelalterliche Spuren (Grenzgrenzen von 1605-1609) und barocke Ergänzungen (Skulpturen des Achtzehnten). Die umliegenden Säulen, die durch die Wappen von Lorraine (Croix) und Hanau (Chevrons) gekennzeichnet sind, unterstreichen ihre Rolle bei der Begrenzung von Territorien. Heute bleibt sie ein Symbol der historischen Schichten der Region des Großen Ostens, zwischen keltischem Erbe, germanischem Einfluss und Lothringen.